PPC + Klick + Betrug = Klickbetrug
Vor wenigen Monaten war es ein heißes Eisen, renommierte Webseiten wie Heise oder ZDNet haben über den Betrug mit Klicks berichtet, doch heute herrscht Ruhe im weltweiten digitalen Blätterwald. Fragt sich nur wie lange noch. Denn wir sehen doch alle, da ist ein Riesenmarkt entstanden, der sich kontinuierlich ausweitet und wächst und wächst und wächst. Und wo etwas wächst, da wird auch geerntet. Goldige Zeiten. Sind das nicht glänzende Geschäftsmodelle? Zumindest die Börse scheint’s zu Glauben, die Kurse von Google zeigen immer noch steil nach oben.
Doch wo Licht, da ist auch Schatten. Nur sehen wir sie meist nicht, die Schatten. Und wir sehen sie nicht - die Schattenwirtschaft, die im Schatten unserer Marketing-Kampagnen ebenfalls fröhlich vor sich hin wächst. Warum sehen wir sie nicht, die Schattenwirtschaft? Das ist so, weil sie nicht gesehen werden möchte. Das ist so, weil andere sie nicht sehen wollen. Und das ist so, weil noch andere nicht wollen, dass andere sie sehen. Doch Sie existiert, sie entwickelt sich brav mit und sie ist froh wenn keiner sie sieht oder über sie redet.
Einer der Schatten der auf dem Online Marketing Markt lastet schimpft sich Klickbetrug, im Englischen heisst es Click Fraud. Dieser Klickbetrug fokussiert sich vor allem auf die diversen Pay Per Click (PPC) Modelle bzw. Anbieter. Wer gerne wissen möchte wie, was, warum und wer klickt der sollte mal einen Blick auf Klickbetrug.de werfen. Vor einigen Monaten hat Albert Warnecke in weiser Voraussicht dort seine Website eröffnet und viele Informationen zusammen getragen. Doch selbst er hat in letzter Zeit nicht viel zu berichten gehabt.
Warum schreibe ich all das? Weil ich glaube, dass es Zeit für ein wenig Erleuchtung ist. Es ist die Zeit, in der Schatten auffallen, wenn sie zu gross werden. Es ist die Zeit, in der solche Themen offener angesprochen werden sollten. Es ist einfach Zeit, dass was passiert. Und weil ich glaube, dass die Zeit fast gekommen ist, wollte ich einmal im Leben auch ein wenig Prophet spielen.
Das kleine Ein Mal Eins des Klick-Betrugs:
PPC + Klick + Betrug = Klickbetrug
PS: Hier noch ein Nostradamus für Arme: Das PR-Update steht unmittelbar bevor.
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Kommentar | 12. Oktober 2005 um 01:35 | individueller Kommentarlink
Der Schatten ist aktiver als zu den alten Hochzeiten 2001 als es FFC und Co noch gab. Auch hier in Deutschland sind einige Leute aber sowas von aktiv, und haben dafür sogar ihre Kreditkartenbetrügereien sein lassen… das soll was heissen.
Du hast also mehr als Recht das Thema nochmal rauszuholen. Es ist definitiv ein wichtiges Thema, denn diese Klicks können durchaus einen positiven in einen negativen Kampagnen-ROI bei Adwords und Co verwandeln.
Das Problem ist nur, auf dem direkt technischen Weg ist dem Klickbetrug heute nicht mehr beizukommen - und den indirekten, komplizierten und teuren Weg traue ich ehrlich gesagt wenn überhaupt nur großen Firmen wie Google oder Yahoo zu.
Kommentar | 13. Oktober 2005 um 21:01 | individueller Kommentarlink
ich kann auf jeden fall bestätigen, dass google seine hausgaben da am besten gemacht hat. insofern dürftest du recht haben, die kleinen können es sich nicht leisten. ich fand die idee von blowsearch ganz gut, aber die haben sich mittlerweile auch selber ausgestolpert.
Pingback | 16. November 2005 um 03:41 | individueller Pingbacklink
[…] Alles in Allem ist Google Adsense eine geniale Sache um eine Website zu monetarisieren. Aber bitte schön auf die saubere Art und Weise. Alles andere ist bei genauerem Hinsehen nämlich kein Kavaliersdelikt, sondern Betrug am Kunden und grenzt machmal fast an Klickbetrug. […]
Pingback | 1. Juni 2006 um 18:51 | individueller Pingbacklink
[…] Dieser Klickbetrug geistert immer wieder durch die Presselandschaft Google to settle ‘click fraud’ case / Botnet implicated in click fraud scam / CLICKbot. Fakt ist, diese Problem besteht, Google versucht noch immer das Problem als kleiner darzustellen als es in Wirklichkeit ist, hat aber mittlerweile gestanden das es existiert und muß sich einem Millionen Prozeß erwehren. Google & Co. im Zusammenhang mit Klickbetrug verklagt weil eben der Klick-Betrug, ein Millionengeschäft? ist. Da kommen dem gebeuteltem Werbekunden solche Meldungen Klickbetrug doch weniger als angenommen? wie die Erlösung vor, dem ist aber leider nicht so. Schon im seit 2005 wurden ausführliche Berichte “PPC + Klick + Betrug = Klickbetrug” darüber geschrieben. Aber nicht nur die Botnets sorgen für Ärger, sondern auch “kreative” Webseitenbetreiber, die mit Google Adsense Tricksereien versuchen, sich ihr Bankkonto zum Nachteil der Werbenden zu füllen. […]
Pingback | 8. Juni 2006 um 00:09 | individueller Pingbacklink
[…] Kurz und knapp, Google hat dem Marcel den AdSense Account geschlossen. Und ihm erst einmal Klickbetrug unterstellt. Das schmeckt dem Marcel nicht und darum hat er darüber gebloggt. Ums Geld geht es ihm dabei nicht, es geht ums Prinzip. Geld dürfte er in jüngster Zeit nämlich genug eingesammelt haben, denn zu gut läuft der Abverkauf seiner 1000 Bilder. […]
Pingback | 17. November 2006 um 03:31 | individueller Pingbacklink
[…] Soll heißen, ich werde Layer-Ads punktuell in diesem Blog einsetzen. Ich werde 99% der Seiten layerfrei halten. Ich möchte meine Leser auch in Zukunft mit möglichst werbefreien Seiten beglücken. Und ich werde das Geld, das hier über Layer-Ads reinkommt, zu 100% in den HelpSense Spendentopf stecken. Ich werde versuchen die Zahlen in regelmäßigen Abständen zu veröffentlichen. Sowohl was den Traffic als auch den Stand des Spendenkontos angeht. Zudem möchte ich hier ausdrücklich darum bitten, nicht auf die Layer-Ads zu klicken, nur weil das Geld einem guten Zweck zukommen soll. Denn genau betrachtet ist das auch nichts anderes als gemeinschaftlicher Klickbetrug. […]