SEO füllt Spamreport aus

Eigentlich ist es in SEO-Kreisen verpönt, andere SEOs oder Webmaster anzuschwärzen. Frei nach den Motto: Verpetzen gehört sich nicht. Zumindest offen gibt kaum jemand zu, dass er andere Webmaster/Webseiten bei Google und Co. angeschwärzt hat. Doch insgeheim, so glaube ich, wird eine große Zahl von SEOs und Webmastern den Spamreport schon einmal ausgefüllt haben.

Jetzt hat sich mit Graywolf eine SEO-Größe aus den USA mit My First Spam Report geoutet. Doch die Sache ist anders als man zuerst vermuten mag. Graywolf hatte einen guten Grund so zu handeln. Einen Grund, den viele SEOs sicher verstehen werden. Einen Grund, den vor allem Eltern verstehen werden. Einen Grund, den man ihm auch gerne abkauft. Denn der Spamreport ging weder gegen die Konkurrenz noch hatte er irgendetwas mit SEO-Geschäften zu tun, sondern diente lediglich der Bereinigung des Google Index zum Schutz seiner (und damit auch unserer) Kinder. Gut so!


6. März 2006     Google, Spam     Trackback-URL     kommentieren

2 Kommentare

  1. 1 Ist Google evil oder nicht?:

    […] Auf die Idee mit dieser neu angelegten Kategorie namens “Googlevil” kam ich nach dem Lesen eines Artikels im SOS-Blog bei Gerald unter “SEO füllt Spamreport aus“. Daß dann in Verbindung mit meiner ausgesprochenen “Zuneigung” gegenüber Montagen (Telefonterror), hat dann auch gleich noch zu der neuen Domain googlevil.de geführt, die ich mir aber noch ein bißchen aufheben werde … ;-) Mmhhh, ich habe zwar noch nie einen Spam-Report an Google geschickt und habe es auch nicht vor - in dem Fall kann ich die Beweggründe von Graywolf aber, auch als selbst Kinderloser, gut nachvollziehen. Wenn die eigenen Kiddies bei der Suche nach Comic-Begriffen per Javascript Weiterleitung schon zum Frühstück bei Porno-Schmuddelkram landen, ist der Tag halt im Eimer - besonders wenn man als SEO-Papa den Kiddies dann erklären muss, was denn da nun los ist in der dollen heilen Googlewelt von der man lebt und über die man sicher auch täglich spricht. Es wird einem einfach mal wieder schön vorgeführt, daß bei Google hinsichtlich Spam-Bekämpfung überhaupt nix “gelöst” ist, und die Doorwaypages-Spammer in vielen Bereichen hemmungslos agieren dürfen wie eh und jeh … Wobei sich natürlich die Neben-Frage stellt, warum die Schmuddel-Spammer die Zielgruppe der 5 bis 10-jährigen anvisieren, die nicht mal Kreditkarten hätten, um tatsächlich Geld in die Schmuddelecke schmeissen zu können? Wahrscheinlich ist die Keyword-Liste, auf deren Basis die Doorwaypages erstellt werden, nur an der aktuellen Suchhäufigkeit der Begriffe orientiert und der Rest interessiert die Porno-Spammer einfach gar nicht. Trotzdem ist es ein großer Mist, wenn eine Suchmaschine wie Google dazu auffordert, daß die Nutzer deren Unfähigkeit (Spam zu bekämpfen) kompensieren sollen. Hoffentlich kommen die Jungs von “Quaero” endlich mal in die Hufe und bauen eine brauchbare europäische Alternative zu Google. Weitere Infos & Links aus der Blosphäre zu Quaero unter “Quaero - neue Suchmaschine soll mit Google konkurrieren“. Wobei ich etwas skeptisch bin, ob die das wirklich einigermassen qualitativ gut hinbekommen, nachdem es im Vorfeld bereits verpennt wurde, die entsprechenden Domains zu reservieren. Bei einer neuen Suchlösung könnte ich mir aber grundsätzlich eher vorstellen auch mal einen Spamreport loszuschicken, da die nicht wie Google schon Milliarden in den Taschen haben. Google sollte gefälligst, mit dem bereits eingesammelten Spielgeld, ihren “Spam-Müllhaufen” selbst bereinigen (wenns gar nicht anders klappt auch manuell), anstatt User dazu aufzufordern Spam-Websites zu denunzieren! Das muss einfach der Job der Suchmaschine sein! Sonst artet das wirklich noch aus wie bei der Stasi und es entsteht die schon oft zitierte Spezies des Blockwart oder auch Blogwart … Die Googleianer scheinen einfach selbst nichts ernsthaftes gegen Spam unternehmen zu wollen (ausser sowas wie BMW Publicity- & Image Aktionen), bzw. spielen nur mit irgendwelchem WEB 2.0/3.0 Käse herum, statt an der Qualität der Google Suchergebnisse zu arbeiten. […]

  2. 2 » Google Partnerprogramm für Spamreports Suchmaschinen News:

    […] Das zeigt ja mal wieder das man es technisch einfach nicht vernünftig lösen kann, man braucht halt das menschliche Auge um den Index zu bereinigen … man muss halt nur die Leute dazu bewegen diesen Spamreport auszufüllen. Was liegt da näher als ein Spamreport Partnerprogramm zu starten, da könnte man ja auch wieder einige Versprechungen machen und dann - heimlich ohne die Teilnehmer zu informieren die Bedingnungen - ändern, wenns einer merkt dann einfach das Ruder, allerdings immer noch zu seinen eigenen Nutzen, zurückdrehen. […]

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