Weltrekordverdächtige Promotion-Webseite

Ein Wort vorneweg. Ich mache hier keine Reklame für das Produkt, ich setzte hier keine Affiliate- oder Tracking-ID, wie das sonst gerne bei Seiten dieses Schlages üblich ist. Ganz im Gegenteil, ich möchte hier die Instant AdSense Templates Promotionseite als abschreckendes Beispiel amerikanischer Werbekunst vorstellen.

So viel Zeug auf einem Haufen, mit einem aufsummierten Gesamtwert von 32431,94$, Unmengen an Bonusmaterial, lobhudelnden Testimonials zum schwindelig werden und einem in mehreren Etappen reduzierten Preis von am Ende 197$ hat die Welt noch nicht gesehen.

Diese besondere Klasse von Marketing-Strategen schraubt immer weiter an der Promotionschraube und damit an der Länge ihrer Werbeseiten. Immer doller, immer länger, so dass man am Ende bei sorgfältigem Lesen des Inhaltes dermaßen lange damit zu tun hat, dass das Produkt längst ausverkauft ist ;-)

Ich finde, länger geht kaum noch. Oder kennt jemand von euch noch längere Werbe-Litaneien. Ansonsten geht der Web-Promotion Weltrekord an Joel Comm!


11. Oktober 2006     Kurioses, Promotion     Trackback-URL     kommentieren

12 Kommentare

  1. 1 alp:

    LOL, was für ‘ne Ferengi-Seite, einfach klasse. Und cool mit rel=nofollow verlinkt, hehe

  2. 2 Google Success:

    Joel hatte schon solch Werbekunststück bevor wenn er gebracht auf den Markt Verbindung sizzler gemacht. Aber was geschehen ist? Nur, nachdem einen Monat oder deswegen es billigere Produkte verfügbar besser gab, als das Produkt von Joel. Ich werde warten und werde sehen.

  3. 3 Kopfschüttler:

    Naja gut, die Seite gehört sicherlich zu den längsten der Welt (und wer kann schon von sich behaupten, er hätte den Längsten…). Und den Wert, ähm, habe ich jetzt noch nicht so richtig entdecken können…

    ABER schööön isse! Schön isse!

    Nur habe ich - wenigstens ein paar - AdSense-Anzeigen vermisst…!?

  4. 4 Jojo:

    Vom Stil her sieht man solche englischsprachigen Verkaufsseiten ja sehr oft. Muss also irgendwie funktionieren. Die meisten sind ja auch relativ lang, aber diese ist da schon richtig extrem …

  5. 5 Marc:

    Schnell zugreifen:
    This Collection Will Soon Be Sold Out!

    Wie geil ist das denn? ;-)

  6. 6 tim:

    Firefox Druckvorschau sagt 95(!) Seiten …

  7. 7 Tim #2:

    Die Seite ist auf jedenfall heiß, wenn man sich die Seiten der “Reviewer” ansieht gelangt man zu noch mehr solch fantastischen Gebilden. Scheinbar müssen das ja wirklich viele Leute kaufen, siehe auch die deutschen Ableger davon. Aber ich wundere mich immer noch darüber, dass es vermutlich so viele sind, die sich durch solch eine Aufmachung zum Kauf animieren lassen.

  8. 8 Gerald:

    holla, 95 druckseiten klingt schon nach reichlich masse ;-)

    zu der machart ist es wohl gekommen, weil irgendwer mal seitenvarianten getestet und gezeigt hat, dass diese rattenschwanz-variante am besten konvertiert hat. und seitdem wird es halt immer schlimmer damit. mir scheint das auch eher ein irrglaube als profunde analyse gewesen zu sein.

  9. 9 Jonathan Hillebrand:

    Naja ich denke da ist schon was dran. Wenn man unten angekommen ist sagt man sich, jetzt hab ich 95 Seiten gelesen, da machen die 200 Dollar im Vergleich zum Arbeitszeitverlust auch nichts mehr aus :-D

  10. 10 Christian, der SeoFreak:

    Ich glaube noch mehr Geld macht der Joel Comm über seine gigantische Mailingliste, die er permanent mit Lockvogel-PDF Downloads und ähnlichem vergrößert.
    Und da er auch damit wirklich penetrant ist und täglich 1-2 Salesletter auf die Reise schickt, halte ich es für absolut gerechtfertigt, ihm den Web-Promotion Weltrekord aufzudrücken. :-)

  11. 11 meinhard:

    ob lang oder kurz - das interessiert doch nicht. bei kommerziellen websites zählt, was kohle bringt. und us marketing profis wie joel comm wissen, was funktioniert. die geben sich nicht mit fuzzi kram ab, machen sich wichtig und erzählen bla bla, die gehen raus, und verdienen geld. thats marketing!

  12. 12 Automatisierter Linkaufbau - Blackhat, Mythen und unvorsichtige Menschen » SeoFreak SEO Blog:

    […] Eben beim Stöbern fällt mir doch bei Max’ Internet Magazine glatt noch ein kleines Black-Hat Tutorial auf den Fuß. SEO Blackhat - 1000 gute Links leicht gemacht. Klingt wie ein Joel Comm Teaser (sorry Max ). Jedenfalls Grund genug, sich das mal genauer anzuschauen… Kern der Geschichte ist, dass man über einen HTML 2 EXE Konverter eine Kopie der Webseite als exe-Datei erstellt und diese dann über einen automatischen Submitter bei rund 1000 Software-Verzeichnissen anmeldet. Geschickt. Lassen wir mal den Flurschaden in Form von nervigen Captchas & Co KG überall im Netz außen vor und überlegen realistisch was passiert, wenn Webmaster Otto Normal beim abendlichen Surfen darüber stolpert und das Ganze zu seinem persönlichen Heilsbringer erklärt: Otto beschließt also, frustriert durch seine hochgradig mittelmäßigen Rankings und seinem uncoolen PageRank von 2, dass er nun Black-Hat SEO wird und fortan für Freiheit, Revolution und gute Rankings spamt, bis er mal eines Tages die Lust verliert, noch mehr Geld zu verdienen. Und das alles für €100 und dieser kurzen Anleitung. Klasse! Wieso machen das eigentlich nicht mehr Leute? Egal. Gekauft, installiert und ordnungsgemäß eingerichtet, freut sich das Weltherrschaftstool der automatische Verzeichnis-Submitter nun ungeduldig auf den Moment, in dem Otto seinen trotz Aufregung absolut ruhig wirkenden Finger zum finalen Klick bemühen wird. “Klick” Während “Freude schöner Götterfunken” aus Ottos 7.1 System die Nachbarn den jüngsten Tag vermuten lässt, nimmt das Tool seine bedeutende Arbeit verhältnismäßig unspektakulär auf. Otto freut sich trotzdem. Er findet, der schwarze Hut steht ihm verdammt gut und gut Ding will halt Weile haben - so sie denn nicht zu lange dauert. Brav beantwortet er ein paar Bestätigungsmails, denn er hat die Anleitung aufmerksam gelesen. Er weiß außerdem, dass frische Links ein paar Tage brauchen, um gezählt zu werden. Insgeheim spekuliert Otto, ob sein PageRank sich nun auf 7 gar 8 oder eventuell nur auf 6 heben wird. Ein paar Tage später, Otto wird schon ungeduldig, merkt Otto, dass sich seine Rankings nach vereinzelten kurzfristigen Anstiegen plötzlich unerklärlich nach unten verabschiedet haben. Ungläubig prüft Otto seine Backlinks mit einem Backlink-Checker… alle da. 2xPR0 1xPR1 2xPR2 5xPR3 57xPR4 246xPR5 203xPR5 57xPR6 23xPR7 10xPR8 Hm, und trotzdem kein Ranking? Was ist passiert? Was nun? Nun, Otto würde vermutlich entscheiden, dass noch ein paar mehr Links notwendig sind, um wirklich gut zu ranken… Tja, und wo sind nun die Russen in Ottos Plan was hat Otto bei seinem Masterplan nun vergessen? Genau. So einen rasanten und unglaubwürdigen Anstieg der Backlinks würdigt Google, indem es Ottos Seite schneller in die Sandbox verfrachtet, als wie Otto “böser Spammer” sagen kann. Klartext: Derartige Konzepte mögen für Black-Hats funktioniert haben und funktionieren, die wissen was sie tun - Ich denke da an eine Kombination mit Parasite Hosting und solche Spielereien - aber allen anderen sei von dieser und ähnlichen Methoden dringend abgeraten, da man hierbei nicht nur der eigenen Domain, sondern auch den jeweiligen Software-Verzeichnissen Schaden zufügt! Es ist ja nun auch nicht so, dass es an Black Hat Alternativen mangelt… […]

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