Webseiten-Optimierung mal anders

Beim Wort Webseiten-Optimierung denken die meisten SEOs gleich an Keywords, Title, Metatags oder Links. Man kann das aber auch anders verstehen. Tobias zum Beispiel denkt dabei auch an die Auslieferungsgeschwindigkeit von Webseiten. Und das hat seine Gründe. Denn was nutzen einem Webseiten-Betreiber alle SEO-Künste, wenn nachher ein nicht unbeträchtlicher Teil der Besucher aufgrund langer Ladezeiten vorzeitig wieder abspringt.

Im konkreten Fall geht es um die Optimierung von Javascript und CSS anhand komprimierter Auslieferung. Eine nette Sache, ohne großen Aufwand spart man seinem Server Zeit und Traffic und bietet seinen Besuchern eine bessere Surf-Erfahrung. Vor allem Modem-Nutzer werden das zu würdigen wissen.

Abgesehen von der gzip-Komprimierung kann man CSS und Javascript natürlich auch noch händisch optimieren. Das betrifft bei Javascript sowohl Laufzeiten / Ausführungszeitpunkt als auch Umfang. Zum Teil kann man diese Dinge mit Gehirnschmalz lösen, doch meist interessiert nur der Umfang des Quellcodes und dafür gibt es einige passende Tools/Scripte, die Variablen oder Codes kürzen, Leerzeichen und Kommentare heraus filtern und wer weiss was sonst noch an Bits und Bytes herausquetschen helfen. Und wer jetzt neugierig ist, ob seine Seite es nötig hat, dem empfehle ich den Web Page Analyzer von Andrew B. King.


14. Januar 2008     Optimierung     5 Kommentare     Trackback-URL

Google AdSense Partnerschaft

Da kündigt sich aber ein ganz trauriges Ende einer Partnerschaft an. Google AdSense mag seine Partner nicht mehr. Ende dieses Monats stellt Google sein Partnerprogramm für AdSense ein, zumindest hier in unseren Breitengraden. Während es in Nord- und Lateinammerika sowie Japan zu einer reduzierten Auszahlung bei den AdSense Referrals kommen soll, gehen alle anderen Länder leer aus. Da kann ich mich nur Jojos Worten anschliessen: Das geht ja gar nicht!

Leider ist das in der bewegten AdSense Referral Geschichte nicht der erste Fehlgriff. Nachdem man im November 2005 erstmalig mit dem Partnerprogramm an den Start ging, damals zahlte man 100$ Prämie für jeden User der die 100$ Grenze bei den AdSense-Einnahmen überschritten hatte (kein Zeitlimit), erfolgte keine 3 Monate später still und leise eine Reduzierung auf nur noch 90 Tage. Eine Aktion, die den Unmut der AdSense Fan-Gemeinde heraufbeschwor und einen Monat später mit dem teilweisen Einknicken von Google endete: AdSense auf 180.

Es ging also wieder aufwärts. Knapp ein Jahr später legte Google sogar noch einen drauf und erhöhte die Pramie von 100$ auf 250$. Zudem gab es eine Provision von 5$ für die kleinen und von 2000$ für die großen AdSense-Fischer. Alles hätte so schön werden können. Und dann dieser erneute Fehlgriff. Das üble an der Sache, wir werden nicht nur von den AdSense Referrals ausgesperrt, sondern alle bis zum Monatsende nicht erfolgten Abschlüße sollen verfallen. Eine in meinen Augen äußerst fragwürdige Entscheidung. Hinzu kommt die hirnrissige Aussperrung vieler Partner wie Darren Rowse, die z.B. englischsprachige Websites betreiben, aber nicht in der neuen AdSense-Zone leben.

Was mich auch noch stört ist das Ausstiegsargument. Das Partnerprogramm soll außerhalb der AdSense-Zone nicht angemessen funktioniert haben. Nur was glaubt Google denn? Wenn jetzt für die verbliebenen Länder die Einnahmen aus dem Referral Programm um gut 60% reduziert werden und vielleicht noch einige gefrustete Affiliates aussteigen, dass es danach besser läuft???

So wirklich stimmig ist das alles nicht. Am liebsten würde ich jetzt ein paar Verschwörungstheorien ausgraben. Angenommen, es wären 20.000 Adsense Referrals offen, die ohne die Änderung zur Auszahlung kommen müßten, dann würde das Google eben mal 5 Millionen Dollar Mehreinnahmen verschaffen. Vielleicht bekommt ja der Erfinder dieser AGB-Änderungen eine Prämie für die so gemachten Einsparungen ;-) Vielleicht krankte das System aber auch an der AdSense Referral Arbitrage.


13. Januar 2008     Adsense, Google, Läster-Ecke     3 Kommentare     Trackback-URL

Liebe unter SEOs

Johannes Ich kann mich nicht erinnern, jemals eine derart schwülstige Liebeserklärung in einem Weblog gelesen zu haben. Und am allerwenigsten hätte ich so etwas in einem SEO Blog erwartet. Denn was Kalle an Lobeshymnen über den armen Johannes ausgeschüttet hat, das kann man sich eigentlich nur so erklären - Kalle ist verliebt ;-)

Lest bitte selbst und bildet euch eine Meinung. Aber kann man es Kalle übel nehmen? Kann denn Liebe Sünde sein? Und ist er nicht wirklich süß, der Johannes?

Doch wären wir hier nicht im SOS SEO Blog, wenn wir nicht Fakten schaffen wollten. Zwar hat Johannes die Wahl zum besten SEO Blogger gewonnen, aber wie sieht es mit der Wahl zum most Sexiest SEO aus? Kann er sich auch da gegen starke Konkurrenten wie z.B. Fridaynite, Mediadonis oder Ron Hillmann behaupten?

Ihr seht schon, worauf es hinaus läuft. Wenn die einen mit einem Wiesn Playmate in ihrer Show rummachen dürfen, dann können wir das schon lange. Gesucht werden Kandidaten für den Wettbewerb “SEO Playmate des Jahres 2007″. Bitte schickt mir eure heissten oder verrücktesten Bilder, damit wir hier einen coolen Wettbewerb veranstalten können.


11. Januar 2008     SEO, Wettbewerb     15 Kommentare     Trackback-URL

Wikia Search Alphabeta

Viel Lärm um nichts … oder die große Ernüchterung. Nachdem Wikipedia-Gründer Jimmy Wales nun schon seit über einem Jahr an seiner neuen Suchmaschine Search Wikia rumbastelt, die ursprünglich unter dem Namen Wikiasari an den Start ging und um die in den Medien schon eine Menge Lärm gemacht wurde, ist es heute endlich so weit gewesen. Search Wikia wurde der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Natürlich als Alpha-Version, man muss sich von den Konkurrenten absetzen, denn Beta machen sie alle ;-)

Anscheinend reicht es nicht mal für eine richtige Alpha-Version, zumindest beschleicht mich solch ein Gefühl, wenn ich mir den Search Wikia Verriss von Johannes SISTRIX Beus reinziehe. Und wenn ich mit der Maschine testweise suche, dann sehe ich weit und breit keine Resultate, die mich begeistern könnten. Das andererweitig schon mehrfach zitierte Beispiel Suchmaschinenoptimierung, bei dem es sich zugebenermaßen nur um ein deutsches Keywort handelt, läßt Abgründe beim Tiefgang des Ranking-Algoritmus vermuten.

Was mir auf jeden Fall fehlt ist die vielgerühmte soziale Komponente, die scheint mir bislang sehr kurz geraten zu sein. Gerade dieser Punkt hätte mich interessiert, gerade das sollte doch die Google killende Komponente werden. Oder habe ich da was verpasst? Eine grubbernde Nutch-Suchmaschine mit ein paar Miniartikeln und Userprofilen ist mir einfach zu dürftig nach dem ganzen Rummel. Aber was soll man schon erwarten von einer Website, die sich im Title “Search Wikia” nennt, aber ansonsten als “Wikia Search” referenziert wird. Ich wäre ja für ne Umbenennung in Wicked Search, das passt und ist viel leichter zu merken ;-)


8. Januar 2008     Läster-Ecke, Suchmaschinen     5 Kommentare     Trackback-URL

Wie geil. Britney Spears schreibt Blogkommentar

Kaum zu glauben und welch eine Ehre. Britney Spears hat vorgestern im SOS SEO Blog einen Kommentar abgegeben. Anscheinend hat ihr mein Beitrag zum WordPress Update Tool wirklich gut gefallen, andernfalls hätte sie sich bestimmt nicht zum Schreiben dieser Kommentarzeile hinreissen lassen:

Das ist sehr praktisch, habe ich schon länger gesucht. DANKE FÜR DEN TIPP!!!

Ist das nicht unglaublich? Und was diese wenigen Worte einem sonst noch alles über den Superstar verraten. Britney kann Deutsch. Wer hätte das gedacht. Vielleicht singt sie ja demnächst sogar in deutscher Sprache. Und sie kennt sich aus mit WordPress. Noch besser, sie scheint mehrere WordPress Blogs selber zu betreiben, warum sollte sie sonst so begeistert über das Update Tool sein?

Was letztendlich noch geiler ist, Britney hat eine Email-Adresse hinterlassen. Ist natürlich nur intern zu sehen. Tut mir ehrlich leid für euch, aber die Mailadresse behalte ich lieber nur für mich. Ok, vielleicht verkaufe ich die auch für ordentlich Moos an Fans und andere Stalker. Ihr könnt ja schon mal bei Ebay Ausschau halten ;-)

Ach so, eine URL hatte sie auch noch angegeben, aber die verlinkte Seite hatte so geile Bilder und Videos von Britney im Angebot, dass hättet ihr nicht ausgehalten. Besser ist es, ihr nutzt die Zeit sinnvoll und kümmert euch jetzt endlich mal um eure(n) Freund(in). Abschalten!


6. Januar 2008     Satire, Spam     20 Kommentare     Trackback-URL

Der SEO ist dem Genitiv sein Tod

SEO und der Genitiv Als erklärter Freund von Wortspielereien und unschuldiges Opfer unserer Rechtschreibreform war es kein Wunder, dass ich zu meinem Geburtstag mit den drei Bänden von Bastian Sick beschenkt worden bin. In “Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod” kämpft Bastian Sick für die Reinerhaltung der deutschen Sprache, klärt über die Herkunft und den korrekten Einsatz von Wörtern auf, geißelt den sich langsam in den deutschen Wortschatz hineinschleichenden Dativ, beklagt den zunehmenden Missbrauch des Apostrophs und bejammert das Elend mit dem Bindestrich. Und viele Dinge mehr.

Große Unterhaltung. Und ein aufklärerisches Werk. Es dürfte kaum eine Zeit gegeben haben, in der so viele Menschen über Genitiv und Dativ Bescheid wussten, wie heute in den Tagen des Sickschen Millionensellers. Immerhin eine Zeit, in der die PISA-Studie zu einer größeren bildungspolitischen Schieflage geführt hat als der gleichnamige Turm zu Babel. ;-)

Doch so gut mir Sicks Plädoyer für den Genitiv gefallen hat, aus seologischer Sicht muss ich wieder sprechen. Und zwar dagegen. Stop(p)! Denn es gibt gewichtige Gründe für ein schlechtes Deutsch. Ich nenne nur die wichtigsten drei: Google, Yahoo und MSN. Genau diese Suchmaschinen begünstigen den zunehmenden Verfall der deutschen Sprache. Erstaunt? Ja, dann denkst du noch wie ein normaler Mensch. Nein, dann denkst du wie ein gemeiner SEO.

Dem gemeinen SEO geht es weder um Grammatik, Richtigschreibung oder korrekte Zeichensetzung, ihm geht es einzig und allein ums “Gefunden werden”. Zu diesem Zweck begibt sich der gemeine geschickte SEO auf das grammatikalische Niveau der Suchmaschinen (also ganz unten) und wirft den primitiven Maschinenknechten genau jene Wortbrocken vor, die diese am leichtesten verdauen können. Wortstämme werden beschnitten, Apostrophe werden eingestreut und bindende Striche sprengen altgediente Wortfugen. Denn Google & Co sind auf exakte Schreibweisen fixiert, darüber hinausgehende Deklinationen und Konjugationen überfordern die maschinelle Intelligenz.

Langer Rede kurzer Sinn. Ein SEO zieht oftmals den Dativ dem Genitiv vor, weil der Dativ die gegen Google laufenden Suchanfragen besser bedient. Der Dativ ist gewissermaßen der Simplizissimus der deutschen Grammatik. Er macht die Sprache primitiv - und damit suchmaschinentauglich. Verdeutlichen wir uns das einfach mal an einem Beispiel.

Gesetzt den Fall, unser SEO wollte auf das Keywort “Sick” optimieren, vielleicht sogar auf die Kombination Sick + Buch. In diesem Fall würde es keinen Sinn machen von “Sicks Buch” zu reden, gelockerte Schreibweisen wie “dem Sick sein Buch” oder “das Buch vom Sick” klingen zwar weniger elegant, brächten aber das Wesentliche an den Mann bzw. die Maschine - das Keywort “Sick”. Vom Genitiv-s befreit, kann es seine volle Wirkung in Googles Index entfalten. Und wem derlei Wort-Akrobatik zu mühselig erscheint, der schmerzfreie Einsatz des Deppenapostrophs in “Sick’s Buch” hätte eine ähnliche Wirkung erzielt.

Ich könnte jetzt noch seitenlange Beispiele zu weiteren genitiven Fällen geben. Oder mit dem Plural-s ein weiteres seofeindliches Attribut zerlegen und seine geheime Beziehung zu Apostrophenkatastrophen öffentlich machen. Selbst Schauermärchen vom Schusterjungen, der besser bei seinen Leisten geblieben wäre oder vom Hurenkind, das auf dem Bindestrich anschaffen musste, wüsste ich zu erzählen.

Doch leider lassen Zeit und Raum all dieses hier nicht zu und so muss ich euch damit vertrösten, dass vielleicht eines schönen Tages diese und weitere interessante Informationen ihren Weg in ein papiernes Machwerk namens “Der SEO ist dem Genitiv sein Tod” finden werden und dass ich ansonsten nur noch einen alten SEO Merkspruch für euch auf Lager habe:

Es kann der beste SEO nicht in Frieden leben, tut er sich nicht den Dativ geben.

Und allen, die nicht Ewigkeiten auf das neue SEO Meisterwerk warten wollen, empfehle ich: Kauft dem Sick sein Buch!


6. Januar 2008     SEO, Wortspiele     15 Kommentare     Trackback-URL

Kein gutes Rezept

Wo ich gerade von Kartoffelsalat geredet habe, ich möchte Robert Basic gerne zustimmen. Es ist m.E. kein gutes Marketing Rezept, wenn Google mit Marions Kochbuch wirbt, einem Kochbuch, dass in Bloggerkreisen eher durch seine raffinierten Abmahnrezepte als durch Rezepte für Kartoffel- oder Nudelsalat aufgefallen sein dürfte.


4. Januar 2008     Abmahnung, Läster-Ecke     2 Kommentare     Trackback-URL

Seologische Schwindelanfälle

Manchmal kann einem schon schwindelig werden wenn man derartigen Schwachfug wie Backlinks wertlos? im Abakus Forum oder Google ändert seine Suchkriterien in der Computerwoche lesen darf und dann solche Meldungen und Meinungen auch noch unreflektiert von anderen Blogs und Nachrichtenquellen weiter getragen werden. Zum Glück finden sich auch Gegenstimmen die zeigen, dass da Wer keine Ahnung hat… und sich einige Experten zu wenig Gedanken Über die Entstehung von SEO-Gerüchten gemacht haben.

Erstens handelt es sich bei dem beobachteten Phänomen um einen alten Hut, Aktualität und aktuelle Inhalte spielen schon seit Monaten eine gesonderte Rolle (spätestens mit der Einführung der Google Hot Trends hätte man ahnen können was da kommt) und zweitens handelt es sich nur um einen Bruchteil aller Suchen, oder seht ihr alle schon eure Weblog Besucherzahlen an die Decke springen?

Die guten, alten Backlinks behalten ihren Wert. Und ewig hält sich eine Meldung sowieso nicht frisch, spätestens dann kommen die Backlinks wieder voll zum Zuge. Ich zumindest befürchte nicht, dass zukünftig bei einer Suche nach Kartoffelsalat nur noch ganz frische Rezepte zum Vorschein kommen. Oder wie seht ihr das?


4. Januar 2008     Gerüchteküche, Google     9 Kommentare     Trackback-URL

It’s Party-Time

Silvester Party Na, immer noch auf der Suche nach dem besten Rezept für eine tolle Silvesterparty? Dann ist es eigentlich schon zu spät. Ist so ähnlich, als wenn ihr immer noch auf der Suche nach dem besten SEO Rezept wäret. Diejenigen, die den richtigen SEO Cocktail gefunden haben, sind schon längst am feiern. Und die anderen suchen immer noch nach den Ingredenzien. Hier das SEO-Rezept für die Sivester-Party 2007:

Einen guten Schuss Content ins Glas und mit ein paar Keywords verfeinern, das Ganze ordentlich durchrühren und ziehen lassen. Anschließend eine handvoll Links oben drauf, gleichmäßig verteilen und zum Schluß mit einem Stückchen PageRank garnieren. Fertig ist der SEO Cocktail.

Zum Schluss noch meinen Dank an Uwe für den Wein und die potentiellen Lotto-Millionen. So bin ich auf jeden Fall für heute (da wird der Wein fällig) und für’s neue Jahr (da werden die Millionen fällig) bestens gerüstet ;-)


31. Dezember 2007     Events, Persönliches     4 Kommentare     Trackback-URL

Frohe Weihnachten

Ich wünsche euch allen ein frohes Weihnachtsfest, tolle Geschenke und all das, was ihr euch sonst noch wünscht :)


24. Dezember 2007     Persönliches     4 Kommentare     Trackback-URL

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