Stefan Raab und der SEO

Jerome SuckrowStefan Raab Gestern hatte ich via Skype von einem Jungunternehmer mit 15? erfahren, der bei Stefan Raab als SEO aufgetreten ist. Leider hatte ich die Sendung aber nicht live gesehen. Jerome Suckrow hieß der junge Mann, der da bei TV-Total dem guten Stefan Rede und Antwort stehen musste. So richtig toll performt soll er nicht haben, so sagte man mir.

Neugierig geworden habe ich mir dann bei TV-Total dieses Video dazu angesehen - und verstand. So ähnlich hat das auch Super-Garvin mit dem Jungunternehmer bei TV Total verstanden:

Vermutlich ist Jerome der Enkel des Aufnahmeleiters, und freut sich jetzt über den Zusatztraffic. Und wenn er mit solchen Dienstleistungen tatsächlich ‘ne Million gewinnt, dann werd ich wohl auch mal in die Umschulung gehen.

Nicht gesehen, aber ähnliches gehört hat Thomas von der Kiddie-SEO-Schwemme durch TV Total. In den Kommentaren wird auch fleißig abgelästert. Man kann streiten ob hier nicht ein wenig zu hart mit dem Jung-SEO ins Gericht gegangen wird. Mit 15 Jahren neben Stefan Raab nicht alt auszusehen ist halt nicht ganz einfach :)

Auf der anderen Seite hat er sich darauf eingelassen - und wer einen Fernseh-Auftritt riskiert der sollte auch wissen, dass er seinen guten Ruf riskiert. Ich glaube unser lieber Jerome hat sich etwas verschätzt, es war ein ziemlich blasser Auftritt und auch nicht unbedingt eine Werbung für die SEO-Zunft. Schade, ich hätte mir da mehr erhofft. Aber wer weiss, vielleicht liest Stefan Raab eines Tages diesen Beitrag und lädt mal einen erwachsenen SEO ein. Hallo Stefan - wann machen wir mal TV-Total :)


19. November 2005     Kurioses, Läster-Ecke, News (de), Suchmaschinen     10 Kommentare     Trackback-URL

SEO Chat User Revolte

Der Search Engine Roundtable berichtet von einer SEO Chat Users Revolt. Die Forenbetreiber DevShed und John Caputo haben über die Köpfe der Community und der Foren-Moderatoren (und insbesondere ohne Vorwarnung) alle ausgehenden Links in Signaturen mit einem strikten “nofollow” belegt.

Changes to SEOChat, members in SEO Chat Forums are revolting against the administration.
The recent changes include;
- nofollow tag added to sigs
- deletion of many old posts
- rewriting of all URLs
- a weird looking sitemap at footer of forum homepage
- banning of many seo chat members
- several mods recently resigned

Die User fanden diesen Schritt nicht witzig, immerhin tragen sie wesentlich zu Qualität und Inhalt des Forums bei und beschwerten sich. Daraufhin wurden kritische Beiträge gelöscht und User gesperrt. Das hat einigen Moderatoren derart missfallen, das sie aus dem Forum ausgestiegen sind. Eine wirklich spannende Entwicklung, das Volk begehrt auf.

Ja, ja, so sind sie die SEOs. Wo sonst würde wegen ein paar Links eine Revolution angezettelt, wenn nicht in SEO- und Webmasterkreisen? Wir sehen hier ganz deutlich welche Dinge zählen in der SEO-Welt - Links und Content. Nach dem Motto: Entziehst du mir den Link, dann entziehe ich dir meinen Content” haben jetzt einige User angefangen ihre eigenen alten Beiträge zu löschen. Einfallsreich sind sie ja die SEOs ;-)

Meine Meinung zur nofollow-Problematik habe ich ja schon vor Wochen in meinem follow me Beitrag dargestellt. Dass das nofollow Attribut aber einmal solche Wellen schlagen würde hatte ich da auch noch nicht geahnt.


19. November 2005     Kurioses, Suchmaschinen     5 Kommentare     Trackback-URL

Google Sitemaps hacked!

Na, die Nachrichten um Google reissen nicht ab. Immer tiefer fräst sich Google in unser Webmaster-Leben, immer besser werden die Informationen, die Google für sich und für mich erfasst. Und manchmal auch für dich! Dann nämlich, wenn Tools wie Google Sitemaps neue statistische Zusatzfeatures bekommen und Google vergisst, die Hintertür richtig abzusperren. Passend dazu hat Yi Shi in seinem Weblog von einem Google-Hack zu berichten: Google Sitemaps gehackt

Die neuen Features vom Google Sitemaps (Abfragestatistik, Crawling-Statistik, Seitenanalyse, Index-Statistik usw.) sind zwar nett, jedoch bringt diese Update auch einen Exploit in die Google Sitemaps, wodurch man auch Statistiken von Seiten, die man nicht gehört, ansehen kann.

Und anscheinend ist er nicht der Einzige, dem das aufgefallen ist. Kurz vorher hat DaveN über Google Sitemaps OMG gebloggt. Schon nett, jeder kann einem Google Sitemapler jetzt auf die Finger schauen. Das ist sicher nicht der letzte Schnitzer, der in News und Blogosphäre die Runde machen wird. Je mehr Google von uns und unseren Seiten weiß, um so größer werden auch die damit verbundenen Risiken sein. Ich bin gespannt wie lange es noch dauern wird bis die Stimmung gegen Google kippt. Wer so mächtig wird, der sollte nicht übermächtig werden.

Die Schufa Auskunft ist doch auch gerade online gegangen, wäre es nicht unterhaltsam, wenn es hier auch so nen Exploit gäbe. Den Knall könnte man wohl noch bis Peking hören. Und wer weiß, wenn Google erst mal mit Google Schufa gestartet ist und die Daten in unsere Profile eingewoben sind, ob weniger kreditwürdige Surfer überhaupt noch Werbung angezeigt bekommen? Ich meine damit sinnvolle Werbung, nicht so Dinger a la “Kredit ohne Schufa” ;-)


18. November 2005     Bugs und Fehler, Suchmaschinen     1 Kommentar     Trackback-URL

Google bald mit Gesichtserkennung

Zur Zeit wird’s nicht langweilig was neue Services oder andere Google Deals angeht. Lese gerade im GoogleWatchBlog Google erkennt euer Gesicht.

Wie ich gerade gelesen habe hat Google wieder einmal ein sehr innovatives Unternehmen aufgekauft. Diesmal handelt es sich um die Foto-Suchmaschine riya. Diese ermöglicht es IN Fotos nach einzelnen Personen zu suchen.

Riya Coole Sache, wer hat sich nicht schon mal geärgert, weil er ein bestimmtes Bild einer Person gesucht hat und musste dafür stundenlang durch alle Verzeichnisse und Archive wühlen. So etwas könnte in Zukunft möglich sein. Witzigerweise hatte ich mich vor kurzem bei Riya als Alpha-Tester beworben und so bei mir gedacht, das wäre doch das ideale Tool für Google. Tja, so schnell kann’s gehen.

Gefunden hat GoogleWatcher Jens Minor den Hinweis in Andreas Dittes Weblog-Beitrag Google kauft Riya. Ich erwähne dieses Blog mal hier, vielleicht verhilft es ihm zu ein paar mehr Besuchern und ausserdem muss ich noch unbedingt den Beitrag zur Heizölrückstoßabdämpfung erwähnen. Die Geschichte dahinter findet sich da leider nicht, aber vielleicht schreibe ich die mal hier weg, immerhin gab es vor vielen Jahren einen Wettbewerb dazu und ein Bekannter hat den gewonnen. Er dürfte insofern der Erfinder dieses Begriffes sein :)

Update: Die Geschichte ist bislang nirgends bestätigt, könnte also auch ein gut gemachter Marketing Trick sein ;-) Hier gibt es Näheres zum Gerücht um die Gesichtserkennung für Google.


18. November 2005     Gerüchteküche, Kurioses, News (de), Suchmaschinen     3 Kommentare     Trackback-URL

Keyword Fun

In Andres Compyblog bin ich über den oder das Google des Tages gestolpert. Ja, schon interessant mit welchen Kombinationen die Besucher so auf eine Seite finden. Nicht immer hat man wirklich was Sinnvolles dazu zu sagen. Andre verweist dann auch an anderer Stelle auf die Suchanfragen (KW 41-45) vom RA-Blog. Thomas Klotz präsentiert dort die schönsten Suchanfragen der letzten Wochen. Alphabetisch, nicht nach Platzierung, geordnet.

Man wundert sich schon manchmal, was die Leute so alles suchen. Ich glaube, ich muss mir meine Keyword Statistiken demnächst auch mal hinsichtlich solcher Stilblüten ansehen. Ich habe ja jetzt Google Analytics am Laufen, da kann ich sicher bald auf einen entsprechenden Fundus an Suchphrasen zurückgreifen. Und wer weiss, ihr solltet vielleicht mal das gleiche tun. Kann ganz unterhaltsam werden :)


18. November 2005     Kurioses, Suchmaschinen     7 Kommentare     Trackback-URL

Matt Cutts blogoscoped!

Interessantes Interview von Philipp Lenssen auf seinem Google Blogoscoped Weblog über Matt Cutts, Google’s Gadgets Guy.

Matt Cutts works at the Googleplex and at his blog writes about Google, search engine optimization traps and whatever comes to his mind that won’t “waste people’s time.” Of all the Googlers around who have blogs, Matt might be the most outspoken when it comes to Google itself, and people in the search industry started checking his blog for semi-official “weather forecasts” on Google updates. I interviewed Matt on his work, interests and blog.

Man erfährt einiges über Matts Vergangenheit und seine Tätigkeiten bei Google. Insbesondere arbeitet er in der Quality Group und beschäftigt sich anscheinend sehr intensiv mit Webspam. Ansonsten zielt das Interview nicht ganz so intensiv auf SEO-Themen ab, wer sich mehr für solche Inhalte interessiert, der sei auf das Aaron Wall Interview eine Woche früher hingewiesen: Matt Cutts Interview.

Am besten gefallen mir die Kurz-Antworten.

In 5 words or less, what are your thoughts on … Google Reader?

For now, I prefer Bloglines.

… Google Base?

Too early to tell.

Der Mann ist vertrauenswürdig :)


18. November 2005     Blogging, Suchmaschinen     1 Kommentar     Trackback-URL

Schufa online

Im Zeitblog Geldseligkeiten findet sich ein interessanter Beitrag zu Schufa: Auskunft online.

Wer schon immer mal wissen wollte, was die Banken so über einen gespeichert haben, der kann das in - derzeit leider recht eng begrenzten Testgebieten - nun auch online machen. Unter www.meineschufa.de gibt es die Onlineregistrierung zu den Daten, etwa 90 Prozent der Bevölkerung werden von der SCHUFA erfasst.

Das ist wirklich Zeit-gemäss, gerade jetzt wo Dank Googles Allgegenwart das Thema Daten und Privacy immer mehr hochgespült wird. Google und die Schufa, beide führen Daten über uns die tief ins Private eindringen. Da ist es natürlich eine nette Sache, wenn man jetzt schnell mal online nachprüfen kann, was so alles über einen in der Datenbank steht. Bei der Schufa tut sich da etwas. Doch leider liegt Harsewinkel nicht im Testgebiet, so muss ich noch ein wenig warten. Offline ginge es mit der Schufa Auskunft natürlich auch, aber da möchten die einen kleinen Obolus von mir. Das fehlt mir noch, dass ich mich verschulden muss um eine Auskunft über mich einzuholen ;-)

Bei Google fände ich so eine Auskunft auch wünschenswert. Am besten a la Schufa online, könnte z.B. “Google Auskunft online” heißen. Selbst ein paar Euro Gebühren würde ich in Kauf nehmen, sollte ich dafür Einblick in all meine bei Google gespeicherten Daten bekommen :) Aber ob für den Google-Nutzer jemals mehr als ein Einblick in die Such-Historie bei rumkommt ist fraglich.


17. November 2005     Allgemeines, News (de)     9 Kommentare     Trackback-URL

Google WebAccelerator ist wieder da

Gestern meldete Goolem.de: “Google Web Accelerator wieder da“.

Der seit mehr als sechs Monaten nicht mehr angebotene Google Web Accelerator steht ab sofort wieder zum Download bereit und gilt nun auch für europäische Nutzer. Mit dem Web Accelerator will Google den Webzugriff beschleunigen, indem das globale Computernetzwerk von Google zu einem Proxy-Server mutiert, der dann vom Browser genutzt werden kann.

Hurra, jetzt sind wir ja fast komplett. Ich meine damit, was die Netzabdeckung angeht. Das Netz um uns wird immer engmaschiger, der Webaccelerator hat uns da gerade noch gefehlt. Schon erschreckend, wie eng diese Schritte aufeinander folgen. Mir fällt nicht mehr viel ein, was Google noch so an Daten von mir haben möchte. Der Webaccelerator ist noch viel perverser als die Google Toolbar, was die Kontrolle der Benutzer-Bewegungen angeht. Sämtliche HTTP-Verbindungen können mitgeschnitten werden.

Wenn man mal alle Quellen zusammenzählt, die Informationen an Google weiterleiten, dann wird das eine recht lange Liste. Der Gedanke, das jemand alle meine Suchen, alle meine Seitenaufrufe und einen Teil meiner Formulareinträge mitprotokolliert, behagt mir nicht wirklich. Dass dieser jemand dann noch meine Mails (GMail) lesen könnte, meine Freunde und Vorlieben (Orkut) kennt, weiss wo ich wohne, welche Bank und welches Konto (Adsense, Adwords) ich benutze, was ich blogge (Blogger, Blog Search), meine Domains kennt samt Besucherzahlen, Konversionsrate und ROI (Google Analytics), all das macht es für mich noch viel unbehaglicher. Und bestimmt habe ich noch einiges vergessen. Mir ist das zu viel. Und dir?


17. November 2005     Blogging, News (de), Suchmaschinen     10 Kommentare     Trackback-URL

Google Base - die eierlegende Wollmilchsau

Schon seit Wochen beschrien, jetzt vom Google Blog als First Base verkündet und seit heute damit offiziell am Start - die Google Base. Man kommt fast nicht mehr hinterher mit dem Bloggen, so schnell trudeln hier die verschiedenen Google Meldungen rein. Personalisierte Suche hier, Web-Analytics dort, die verschiedenen Services überschlagen sich geradezu. Und jetzt noch dieses Google Base. Was soll man davon halten? Was steckt dahinter? Wo soll das hingehen? Wer überblickt das überhaupt noch?

Google Base Google Base ist gar nicht so einfach zu fassen, irgendwie scheint es eine eierlegende Wollmilchsau zu sein, fast alles geht rein, alle dürfen es nutzen, kosten tut’s nichts. Ganz gut beschrieben haben das Ganze z.B. das GoogleWatchBlog und auch Golem.de mit Google Base - Gratis-Webdatenbank für alles und jedermann .

Das bemerkenswerte ist, dass wohl noch niemand so richtig überblicken kann wen und was Google mit seiner First Base alles angreift. Marktplätze wie eBay könnte es treffen, Jobbörsen und Immobilienbörsen lassen sich ebenfalls mit dem Produkt abbilden, News und Informationen, Rezepte oder Witze, praktisch alles lässt sich in den Google Trichter reinkippen und mit Base Tags und Attributen verknüpfen. Ich bin gespannt, wie Google da Struktur und Ordnung rein bringen möchte, aber wie dem auch sei, die Ära des globalen Data-Minings hat begonnen. Google frisst einfach alles in sich hinein, wir müssen nur aufpassen, dass es nicht irgendwann auch uns mit verspeist.

Warum wohl im Google Blog der Blog-Titel First Base lautete? Kommt da demnächst noch was hinterher? Die Second Base vielleicht? Hat vielleicht jemand eine Ahnung was das dann werden soll?


16. November 2005     Allgemeines, News (de), Suchmaschinen     2 Kommentare     Trackback-URL

Google Adsense Trickserei

In Cyb’s Blog bin ich über eine interessante Trickserei bzgl. der Google Adsense Zielgruppenausrichtung gestolpert. Das Site Targeting bzw. die Zielgruppenausrichtung hift Google, wichtige Abschnitte von Texten und HTML-Content auf einer Website auszuwählen, so dass die Werbung zielgerichteter an den Mann/ die Frau gebracht werden kann.

Damit das funktioniert, müssen die folgenden HTML-Tags den hervorzuhebenden Text umschliessen:
<!-- google_ad_section_start -->
Hier steht der für Adsense interessante Text.
<!-- google_ad_section_end -->

Es können aber auch Abschnitte angegeben werden, die ignoriert werden sollen, dazu muss dem Start-Tag der Befehl (weight=ignore) hinzugefügt werden.

Die Einführung eines solchen Tags ist grundsätzlich zu befürworten, können so doch viele Problemseiten, deren Adsense Werbung bislang nur ungenau oder gar nicht das Thema der Seite getroffen haben, auf das richtige Thema getrimmt werden. Durch das Tag können unwichtige Bereiche wie das Navigationsmenue, Seitenfooter oder andere Werbeflächen effektiv ausgeblendet werden - der Google Robot frisst nur noch die Bereiche, die ihn interessieren sollen. Schöne Sache, der Kunde freut sich ob der höheren Werbe-Einnahme, der Besucher erfährt weniger werbetechnische Irritationen und Google freut sich mit den beiden, denn sie lassen die Kasse lauter klingeln.

Wo einem so viel Schönes wird beschert, das ist schon einen tieferen Blick wert. Zum Beispiel einen Blick in den Quellcode von Seiten, die es nicht ganz so genau mit den Google TOS (Terms of Service) nehmen. Mit allen möglichen Tricks wird hier versucht die Conversionsraten oder den Klickpreis nach oben zu treiben. Zum Leidwesen der Werbetreibenden. Zum Vorteil, aber auch zum Nachteil für Google. Google Adsense ist bemüht qualitativ höherwertige Werbung anzubieten, ein Missbrauch bringt zwar im ersten Schritt höhere Einnahmen, langfristig aber auch ne Menge Ärger mit den Kunden ein. Um das zu Verhindern bedarf es einer regelmässigen Kontrolle. Und das erfordert Maschinen und Man-Power - und kostet folglich wieder Geld.

Es gibt und wird immer Versuche geben diese Kontrollen zu unterlaufen. Die Gegenseite ist kreativ, jedes neues Feature wird gleich auf Schwachstellen ausgelotet. Im Falle der Adsense Zielgruppenausrichtung sieht das dann z.B. so aus, dass man austestet welche Komponenten ausgewertet werden, obwohl sie normalerweise nicht sichtbar sind. Als erstes dürften da Kommentare ausprobiert werden, doch diese werden vom Adsense Algorithmus ignoriert. Als nächstes probiert man das noscript-Tag - und Bingo. Der Spider holt sich die Seite und zeigt Werbung passend zum Tag-Bereich an, obwohl im normalen Browser weit und breit kein Wort zur Werbung sichtbar sein muss. Ob das im Sinne von Google Adsense ist wage ich mal zu bezweifeln.

Wir sind hier natürlich noch nicht am Ende der Geschichte angelangt, das ganze geht sicher noch viel einfacher mit Hilfe von CSS und Hidden Layern. Es muss auch nicht unbedingt auffallen. Wie wäre es z.B. mit einer Seite, die über die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) oder die Krankenzusatzversicherung (KZV) schreibt, aber versteckt Werbung für die Private Krankenversicherung (PKV) macht? Bei derartig hohen Keywort-Preisdifferenzen zwischen GKV, PKV und KZV kann das schon einen netten Unterschied im Portemonnaie ausmachen. Höherwertige Keywort-Kombinationen wie zum Beispiel Private Krankenversicherung und auch Private Krankenversicherung Vergleich kosten bei Google Adwords locker so an die 5-10 Euro, die KV-Zusatzbegriffe nur ein Bruchteil davon. Das ist sicher nicht die feine englische Art, aber macht deutlich wie dort draussen an Google Adsense herumoptimiert wird. Zudem, man muss nicht unbedingt derart versteckte Techniken wie noscript oder CSS bemühen, manch kreativer Kopf soll auch schon mit Frames und IFrames zu ähnlich guten Ergebnissen gekommen sein.

Alles in Allem ist Google Adsense eine geniale Sache um eine Website zu monetarisieren. Aber bitte schön auf die saubere Art und Weise. Alles andere ist bei genauerem Hinsehen nämlich kein Kavaliersdelikt, sondern Betrug am Kunden und grenzt machmal fast an Klickbetrug.


16. November 2005     Adsense, Spam, Suchmaschinen     6 Kommentare     Trackback-URL

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