Google Suche vs. Blog-Suche

Bin gerade mal wieder über einen SEO-relevanten Artikel von Robert Basic gestolpert, den er mit Google Blog Search: Untergang der Blogs? betitelt hat. Hört sich das nicht schlimm an, die Blog-Apokalypse scheint gekommen.

Doch keine Bange, nach Robert’s Meinung wird es eher nicht dazu kommen. Er bringt zwei Blogtypen ins Spiel: Werbebannerblogs und Natural Born Blogs und zeigt auf, dass der erste Typ sicherlich Probleme bekäme wenn Google Weblogs aus der normalen Suche verbannen würde, der zweite Typ hingegen ziemlich resistent gegen solch eine Aktion wäre. Dem schließe ich mich an. Robert hat im Laufe der Zeit auf dem Sektor SEO und Vernetzung echte Kompetenzen entwickelt :)

Wer die Beiträge zur Google Blog-Suche in der Vergangenheit etwas aufmerksamer verfolgt hat, der wird sicherlich des öfteren über die eine oder andere Blog-Verschwörungstheorie gestolpert sein. Ich persönlich glaube nicht daran. Blogs sind m.E. Zwitter, einerseits normaler Content, andererseits mit einer Zeit/News-Komponente ausgestattet. Wer die Blog-Suche mal antestet wird merken, dass der frischeste Content oft auch bei der Relevanz-Sortierung auftaucht, zudem vermute ich, dass Google hier die Klicks misst und in die Ergebnisse einwebt.

Wenn ich nach Content suche, dann mache ich das mit der normalen Google-Suche und wäre wenig begeistert, wenn Blogs dabei ausgeklammert würden. Vielleicht stehen genau da die Antworten, nach den ich schon lange gesucht habe. Und auf eine Blog-Suche zu wechseln, die in ihrer Relevanz auch zeitliche Metriken mit eingebaut hätte, würde wohl kaum helfen den gewünschten Content schneller zu finden. Die Blog-Suche macht sicher mehr Sinn, wenn es darum geht aktuelle Infos zu fischen, da ist sie der normalen Suche wegen der höheren Aktualität und zeitlichen Sortierung klar überlegen. Eine Suche nach ergebnis bundestagswahl bringt hier viel brauchbare Ergebnisse als die Normal-Suche ergebnis bundestagswahl, bei der alte Resultate von 1998 oder das regionale Ergebnis des Wetter/Ruhr Kreises nicht meine Suchziele gewesen sein dürften.

Zudem erfasst die Blog-Suche erst einmal nur RSS/XML-Feeds, das ist aber nur ein Teil des Contents der in einem Blog angeboten wird und ein noch kleinerer Teil des umgebenden Contents der Seite, in die das Blog eingebettet ist. Wer nicht erfasst werden möchte von der Blog-Suche kann halt einfach seine Feeds abklemmen ;-)

Weblogs und Content und XML-Feeds sind viel zu komplex und zu verzahnt als dass es Sinn machen würde, die voneinander zu trennen. Ich erwarte mir eher so etwas wie bei Froogle oder Google News. Die Produkte in Froogle oder die News werden ja auch in der normalen Suche, eventuell in leicht abgewandelter Form gefunden. Wenn es Sinn macht, also wenn man filtern oder sortieren möchte, wechselt man mit einem Klick in die andere Suche – und gut is. Warten wir mal ab, m. E. ist es nur ein Frage der Zeit bis der Blog-Link über dem Suchfeld auftaucht und sich neben der Bilder, News und Froogle Suche einreiht.

2 Gedanken zu “Google Suche vs. Blog-Suche”

  1. Ich bin der Meinung, dass Blogs sogar viel häufiger vom Besitzer aktualisiert werden. Die meisten Blogs auf den ich war, waren vor ein paar Tagen oder Stunden aktualisiert worden, wobei ich schon auf Webseiten war, an den schon mindestens 5 Jahre nichts mehr gemacht wurde.

  2. Pingback: Betamode

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