Vorwärts linken

Ich hatte gehofft, dass der Kelch an mir vorübergehen würde. Denn ein großer Freund von Stöckchen-Spielen bin ich nicht und wenn es um Kettenbriefe und ähnliche pyramidale KettenreAktionen geht, bin ich sogar ein ganz gemeiner Spielverderber. Es macht mir Spass, diese Ketten zu brechen. Wenn ihr euch also fragt, warum irgendwelche Kettenbrief-Aktionen im Sande verlaufen sind, warum eure Schenkkreis- und Pilotenspiel-Werbung im Nirvana versickert ist, ihr könnt aufhören mit dem Fragen. Ich war’s, ich bin schuld. Ich bin sogar gerne schuld.

Und jetzt so etwas, ich wurde doch allen Ernstes geblogforwarded. In dem Fall war das Gallien-Blog schuld. Jetzt muss ich sehen, wie ich aus dem Schlamassel wieder rauskomme. Erst hatte ich die Hoffnung, es würde keinem auffallen, aber in der Blogosphäre kann man sich dessen nie sicher sein. Irgendein profilierungssüchtiger Blogger wird sicher in Kürze den Verlinkungspfaden folgen und die bösen, bösen Linkstopper an den Pranger stellen. Das wäre mir jetzt aber peinlich, weil ich den Initiator, das Webgreenhorn , gut leiden mag.

Also stehe ich vor der Frage, wem ich das Stöckchen zuwerfen soll. Ich mache das mal ganz unkompliziert, ich verlinke einfach Blogger wie den Jörg oder den Frank, die mich bzw mein Blog gut leiden mögen :) Und zu guter Letzt gibt es noch einen Link für den Franz, der hatte gerade seinen guten Tag und außerdem ist das eine gute Gelegenheit noch mal auf den tollen Spargeltreff hinzuweisen.

So, war leichter als gedacht. Dabei hatte ich schon mit dem Gedanken gespielt, etwas zu tun, was die weitere Verbreitung dieses linken Pyramidenspiels entweder vollkommen gefährdet hätte oder zur grossen Lawine hätte werden lassen. Ich hatte darüber nachgedacht, den Deutschen Meister der Singularität zu verlinken. Damit wäre dann der Link entweder im Schwarzschildradius der Singularität verschwunden – d.h. die Kette wäre regelrecht in sich zusammengestürzt – oder Siggi hätte Philipp Lenssen gelinkt, im dem Falle, wenn Philipp das Spielchen mitgespielt hätte, wäre es zu einem zweiten Urknall gekommen und die ganze englische Blogosphäre wäre unter dem enormen Linkwachstum zusammengebrochen. Ich denke, Google hätte Jahre gebraucht, um sich von dem Linkschock zu erholen.

Gerald Über Gerald

IT Consultant, Optimierer, SEO und Querdenker. Suchmaschinen Versteher und Wortverdreher. Suchmaschinenoptimierer aus Leidenschaft. Versucht immer ein Bit übrig zu behalten.

Kommentare

  1. Wie sinnlos solche Linkbaiting Aktionen doch sind…

  2. *grins* … sinnlos vielleicht, ist gut möglich. Aber Spass macht’s einigen (wenigen?) Leuten trotzdem. Führt mich zu den philosophischen Fragen: “Muss alles einen Sinn machen?”, “Gibt es einen tieferen Sinn?” oder “macht das Leben überhaupt Sinn?” usw. usw.

  3. Lol, hast du zuviele Bücher von Douglas Adams gelesen ;-)

  4. Puh, das war knapp. Für ne Ablenkung hat die Gravitation allerdings gereicht ;-)

  5. Jörg meint:

    *grins* oh.. äh.. was muss ich jetzt machen? revanchieren mit..sagen wir.. 250 pr4 links? (frei zum gurgel-abschuss).. ;)

    oder? ich bin doch nur ein amateur-blockger.

    fragen über fragen am freitag morgen. *gähn*
    mit der sinnhaftigkeit befasse ich mich später (vielleicht).

Trackbacks/ Pingbacks

  1. […] Witzisch, witzisch – da habe ich seit dem 25ten Mai die neue Stöckchen-Runde vom oft & gern gelesenen Christoph auf Webgeenhorn.com unter dem Motto “blog it – forward” interessiert beobachtet aber wie immer beschlossen, das “Experiment” einer Stöckchen-Linkbait Aktion, einfach zu ignorieren – und nun sowas. Da ich aber vom, anscheinend ähnlich über diesen “blog-it forward” Kelch denkenden, Gerald aus seinem “save our souls” Blog freundlicherweise vorwärts-gelinkt wurde und dadurch mein Blog offiziell vom ersten Stöckchen gestreift wurde, versuche ich mal das Beste in Form einer Onpage-Optimierung hinsichtlich des, an sich ziemlich bescheuerten, Keywords Stöckchen daraus zu machen. In Anbetracht mangelnder Stöckchen-Erfahrung möchte ich meine drei Link-Knüppel irgendwelchen früheren Verursachern dieser steinzeitlichen Stockschwingerei widmen – aber natürlich versuchen auf “Stöckchen Frischfleisch” zu verlinkforwarden … ;-) Interessant finde ich übrigens, daß Christoph in seiner bisherigen statistischen Auswertung davon ausgeht, daß der Zenit der Aktion hinsichtlich Traffic auf seinem Blog bereits seit 27tem überschritten sei? Und danken möchte ich ihm dafür, daß er an sein Stöckchen keine weiteren persönlichen Outings geknüpft hat, wie ich sie bei älteren Aktionen (Deine Filme, Wohnorte & Urlaubsorte, TV-Serien, Lieblingsessen & natürlich weitere Website-Stöckchen) schon ganz schön nervig fand. Nach meinen bisherigen passiven Stöckchen-Beobachtungen scheinen sich Beteiligte auch noch ziemlich zeitverzögert “zu bewerfen”, so daß der kontinuierliche Linkzuwachs des Initiators bei Google langfristig interessanter sein dürfte, als der kurzfristige Stöckchen-Traffic der “üblichen Verdächtigen” & Dauerblogger, die innerhalb von 2-3 Tagen reagieren … ;-) Vielleicht kommt ja noch genug Kleinholz für ein zünftiges Mittsommer-Sonnenwende Freudenfeuerchen zusammen – ich könnte mir vorstellen, daß im anstehenden Sommerloch besonderes Interesse an derartigen Aktionen vorhanden sein könnte. Man sollte vielleicht versuchen “blog it forward” lange genug am Leben halten und vielleicht als erweitertes Motto “we are all connected” oder “zu Gast bei Stöckchens” (angelehnt an den WM-Marketing Slogan “Zu Gast bei Freunden” ausgeben), um Google´s Linkbewertung hinsichtlich homogener (SEO-)Netze mittelfristig völlig aus den Angeln zu heben – quasi Google-Bombing-Light für alle als Blog-Volkssport ;-) So, hier nun mal weitere potentielle Stöckchen-Attentäter & potentielle Knüppel-Terroristen, um endlich auch meine drei ausnahmsweise mal vier vorwärts-gelinkten Blogs ins Spiel zu bringen ;-): Neu, jung, schwungvoll, dynamisch & voller guter Vorsätze & Ideen ist Thommy aus Kempten, der als Netzwerktechnik-Ausuzubildender am finanziellen Existenzminimum, seine “aus monetären Zwängen zwangsweise recherchierten” Kenntnisse & Erfahrungen zu Freeware Software & Tools seit kurzem verbloggt. Nachdem ich ihm WordPress kurz erklärt hatte, hat er direkt losgelegt und alles selbst schon ganz gut suchmaschinenoptimiert aufgesetzt – ich wünsche ihm viel Spaß & Erfolg und hoffe mal, daß ihn das Stöckchen als Blogospheren-Newbie nicht an der falschen Stelle trifft … ;-) Ausserdem würde mich natürlich (als Co-Autor des offiziellen Stadthalters von Indien) brennend interessieren, was der unbestritten einzig wahre & immer an Demonstrationen seiner Macht & Herrlichkeit interessierte Weltherrscher und sein Hofnarr erster Kajüte (mit der geradezu sensationellen aktuell laufenden Linkbait-Aktion “Wünsch Dir eine Satire” am Start!) zu derartigen Stöckchen-Attentaten zu vermelden haben … ;-) Und um die Stöckchen-Onpage-Optimierung im Auge zu behalten und Googles, seit Jahren unverständlich rückständige, Vorlieben hinsichtlich Keywort-Anhäufungen, Formatierungen & Schreibweisen zu nutzen, sach ich nur abschließend, angelehnt an Friedrich Hölderlins Original-Gedicht zum Thema Frühling: Es kommt das neue Stöckchen aus fernen Höhn herunter, Das neue Stöckchen erwacht ist aus den Dämmerungen, Er lacht die Menschheit an, geschmückt und munter, von Freuden ist die Menschheit sanft durchdrungen. Ein neues Stoeckchen will der Zukunft sich enthüllen, Mit Blüten scheint, dem Zeichen froher Tage, Das große Tal, die Erde sich zu füllen, Entfernt dagegen ist zur Stöckchen-Zeit die Klage. Wobei bei dieser Gelegenheit auch nochmal auf die Effizienz der Google Tippfehler-Optimierung in einigen Branchen hinweisen möchte: trafficstarker SEO-Klassiker ist hier die Suchmaschienenoptimierung, die ich gerne immer wieder mal als vermeintliche orthographische Schwäche stehen lasse. Mit Suchmaschienenoptimierung kennt sich Gerald übrigens schon länger & besser aus und steht daher in Google seit langem etwa 3 Positionen vor mir auf dem dankbaren Platz an der Sonne ;-) Aus Mangel an Erfahrungswerten zum Thema Holzknüppel- oder Ast-Suchverhalten & mögliche Tippfehler daraus (hab auch keine Lust ernsthaft danach zu recherchieren), würde ich als gefühlte Top-Tippfehler-Favoriten Stökchen oder Stöckhen präferieren, da die Google auch in den richtigen Zusammenhang bringt … ;-) Diesen Artikel per Mail versenden: Artikel per Mail senden […]

  2. […] Der Gerald, der wurde geblogforwarded (was für eine Wortkonstruktion, Denglisch für Fortgeschrittene). Was bleibt mir übrig, wenn ich nicht als Spielverderber dastehen möchte, dann muß ich wohl mitspielen. Also, wen kann ich denn mal ärgern? […]

  3. […] Wollt ich doch auf Jojo und seine Internetmarketing News verweisen, aber das hat mir aber der Mario mit seinem Kettenbrief ganz schön vermasselt. Da reit ich jetzt doch erst mal den Blogautor von derzeiger.de rein, auch er steht mit seinem Blog noch am Anfang und so bin ich mal gespannt wie er sich aus der Affäre zieht. Normalerweise wäre jetzt auch der Gerald an der Reihe, denn nach meiner Meinung ist er mit seinem Vorwärts linken Schuld in der ganzen Misere, hätte er doch wie es sonst seine Art ist das ganze im Sand verlaufen lassen. So verlinke ich aber lieber mal den Yi der scheinbar ab und an hier vorbeikommt und auch mal einen Kommentar hinterlässt. Und als letztes gäbe es da noch den Frank Schräpler der so nett war unser Blog in seinem SEO Blog Empfehlungen aufzunehmen. Ist zwar nicht die feine Englische um sich zu bedanken, aber was soll ich machen. […]

  4. […] Irgendwo geistert hier wieder so ein albernes Stöckchenspiel durch die deutsche Bloghemisphäre, ausgelöst durch Jan Weinschenkers Tassen-Stöckchen Beitrag und inspiriert durch ein Biene Maja Tassen Geschenk. Da ich normalerweise lieber Ketten sprenge als sie zu verlängern, beim letzten Mal aber entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten schwach geworden bin, hilft jetzt nur noch vorausschauendes Handeln. […]

  5. […] Fragen bei ihm suchen kann: Er hat schon am 2. Juni 2006 zum ersten mal so getan, als würde er sein Stöckchen an den Nagel hängen. Weiter zurück bin ich nicht […]

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